Neu ab Nov. 2011:
Jahresfortbildung Organisierte Rituelle Gewalt und Komplextrauma - Kompetenzstärkung für Begleitung/Beratung/Therapie
im Auftrag der Fortbildungsgruppe MOSAIK, organisiert vom Institut für Psychotraumatologie Hamburg in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel und VIELFALT e.V. , weitere Informationen:
Flyer
Anmeldeformular
Fortbildungsbedingungen
Organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt –
Erfahrungen mit Ausstiegsbegleitung aus der Sicht professioneller BeraterInnen/TherapeutInnen
Ergebnisse einer Befragung im Herbst 2005,
herausgegeben von VIELFALT e.V. (in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie Kassel)
Die Begleitung von Menschen, die Opfer organisierter Gewalt im Bereich (sogenannter) Kinderprostitution/Kinderpornographie und/oder destruktiven Kulten sind, ist zunehmend ein wichtiger, schwieriger, oft aber auch erfolgreicher Teil der Arbeit von TherapeutInnen, BeraterInnen und anderen psychosozial Tätigen. Diese Erfahrungen finden jedoch bisher kaum Eingang in die öffentliche Fachdiskussion und Fachliteratur.
Wir - VIELFALT e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie Kassel - haben deshalb im Herbst 2005 an 36 BegleiterInnen aus 10 Bundesländern einen Fragebogen geschickt. Diese BegleiterInnen arbeiten überwiegend als niedergelassene PsychotherapeutInnen und/oder in Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt. Die Rückmeldungen und die Auswertung erfolgten anonym, der Fragebogen enthielt keine Fragen nach Angaben zur Person der BegleiterIn oder zur Person der KlientIn.
Insgesamt 34 Ausstiegsbegleitungen von 9 BeraterInnen/TherapeutInnen gingen in die Auswertung ein. Wir fragten u.a. nach Dauer und Phasen des Ausstiegs, hilfreichen Rahmenbedingungen (für die BegleiterInnen und KlientInnen) und Erfahrungen mit rechtlichen und anderen Unterstützungsangeboten; außerdem nach Täterstrategien zur Verhinderung des Ausstiegs. In offenen Fragen konnten typische Handlungsmuster von TäterInnen sowie die wichtigsten Erfahrungen und die größten Schwierigkeiten mit Ausstiegsbegleitung –auch über den konkreten Einzelfall hinaus- beschrieben werden. Ebenso interessierten uns Hinweise auf noch fehlende, aber notwendige Unterstützungsangebote.
Die veröffentlichte Auswertung enthält eine detaillierte, anonymisierte Auswertung der Fragebögen. Im Anschluss werden die förderlichen Rahmenbedingungen für einen Ausstieg zusammengefasst und einzelne Fragen, z.B. zur Inanspruchnahme rechtlicher Unterstützung und den spezifischen Anforderungen bei der Unterstützung von AussteigerInnen mit Dissoziativer Identitätsstruktur vertieft diskutiert.
Wir wollen mit dieser ersten Sammlung von Erfahrungen dazu beitragen, die konkrete Zeit des Ausstiegs transparenter und damit einschätzbarer zu machen und BegleiterInnen und (zukünftige) AussteigerInnen zu ermutigen. Außerdem soll die Veröffentlichung der Ergebnisse eine breitere, interdisziplinäre und gesellschaftliche Diskussion und weitere Befragungen/ Forschungen anregen. Dies ist notwendig, um sowohl die AussteigerInnen als auch die professionellen und nicht-professionellen BegleiterInnen angemessener unterstützen und ermutigen zu können- als Beitrag zum Opferschutz und zur Aufdeckung/ Verfolgung von Strukturen organisierter sexueller und ritueller Gewalt in Deutschland.
Die Auswertung (37 Seiten in Klemmmappe) ist erhältlich für einen Kostenbeitrag von 15 € (bzw. 10 € für Menschen mit wenig Geld) bei VIELFALT e.V. , Postfach 10 06 02, 28006 Bremen.
Informationen zum Thema Rituelle Gewalt finden Sie auch hier:
Fliß, C. & Igney, C. (Hrsg.) (2010): Handbuch
Rituelle Gewalt
Erkennen
- Hilfe für Betroffene - Interdisziplinäre Kooperation. Lengerich: Pabst Science Publishers. Flyer
mit Inhaltsverzeichnis
Breitenbach, G. (2011). Innenansichten dissoziierter Welten extremer Gewalt. Ware Mensch - die planvolle Spaltung der Persönlichkeit. Kröning: Asanger.
Kownatzki, R. u.a. (2011): Rituelle Gewalt. Umfragestudie zur satanistischen rituellen Gewalt als therapeutisches Problem.
Psychotherapeut 2011:DOI 10.1007/s00278-010-0786-z
S.I.E. e.V. (Hrsg.) (2011): Rituelle Gewalt. Vom Erkennen zum Handeln. Dokumentation der Tagung vom 6. November 2009 in Trier. Lengerich: Pabst Science Publishers.Erhebung zu ritueller Gewalt in drei Bundesländern (NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland) 2005 - 2008
Ergebnisse zum Download: http://www.bistum-muenster.de
Online-Befragung zu extremer Gewalt 2007
wurden drei internationale Online-Befragungen mit Betroffenen/Überlebenden und professionellen HelferInnen durchgeführt
(verantwortlich: Carol Rutz, Thorsten Becker, Bettina Overkamp, Wanda
Karriker),
um Erfahrungen von und mit Überlebenden extremer Gewalt (z.B. Ritueller
Gewalt) systematisch zu sammeln. In der anonymisierten Befragung geht
es um die Erfahrungen in der Arbeit mit Überlebenden extremer Gewalt,
außerdem um die Arten und Folgen der Gewalt, die von den Betroffenen
berichtet wurden, und um Erfahrungen mit Heilungsmethoden. Die
Ergebnisse und Literaturhinweise stehen auf der Website zur Verfügung:
http://extreme-abuse-survey.net
www.vater-unser-in-der-hölle.de
Die aktualisierte Neuausgabe des Buches "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling ist im Februar 2008 erschienen. Neben Informationen zum Buch sind auf der Website Informationen und Links zu finden zum Thema Sekten, Kulte und rituelle Gewalt.
www.dissoc.de
mehrere Artikel zum Download