VIELFALT e.V. ist...
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16 Jahre VIELFALT e.V. !

Und so begann es: 


Zu Beginn der 90er Jahre wurde v.a. auf Initiative von Monika Veith im Bremer Frauentherapiezentrum der "Fortbildungsbereich Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS)" eingerichtet; neben Vorträgen, Workshops und ersten Vernetzungs-Bemühungen entstand daraus eine überregionale Supervisionsgruppe zu Trauma und Dissoziation und die Idee eines Rundbriefes zum Thema MPS. Es war geplant, alle verfügbaren Informationen (Literaturhinweise und -besprechungen, Erfahrungsberichte und Zusammenfassungen amerikanischer Publikationen) in Bremen zu sammeln. Hilde Lanzel und Cornelia A. Müller wollten sie dann vervielfältigen und versenden. Im November 1993 wurde der erste MPS-Info-Brief wurde verschickt.


Etwa zeitgleich – aber völlig unabhängig entstand in Kassel die Idee einer Selbsthilfezeitung für multiple Menschen: Eva & Co. planten die MATRIOSCHKA. Das erste Heft der MATRIOSCHKA erschien im Januar 1994.

Aus ersten Kontakten zwischen den Bremer Frauen und Eva & Co. entwickelte sich der Plan zur Vereinsgründung, um die vereinzelten Initiativen zusammenzufassen und die Kräfte zu bündeln. 


Im Juni 1995 wurde VIELFALT e.V. gegründet und erste Materialien erstellt: Faltblatt, regionale Vernetzungs-Listen sowohl für Beratung und Therapie als auch für Supervision und kollegialen Austausch, eine Bücherliste, eine Liste mit wissenschaftlichen Publikationen, eine Filmliste sowie eine mit Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln zum Thema Multiple Persönlichkeit. Diese Materialien wurden bis heute, z.T. in anderer Form, fortlaufend aktualisiert und durch neue Materialien ergänzt (siehe Informationsmaterialien).


Einige Gründungsfrauen sind bis heute aktiv. Im Lauf der Jahre haben viele andere Menschen über kurze oder längere Zeit  zu den Aktivitäten des Vereins direkt beigetragen und/oder sie durch eine finanzielle Spende unterstützt. Ihnen allen gilt ein herzlicher Dank! Die aktuelle Zusammensetzung des interdisziplinären Arbeitsteams und des Vorstandes finden Sie auf der Seite "Kontakt".


Wichtige Aktivitäten von VIELFALT e.V. waren und sind:

  • Herausgabe des MPS-Info-Briefes 1993-2000 (Nr. 27) und von 2001 bis April 2008 der VIELFALT- Infos
  • Herausgabe des Selbsthilfemagazins MATRIOSCHKA 1994-1997
  • VIELE-Treff, eine begleitete Gruppe multipler Frauen aus dem Großraum Bremen (1996- 2003).
  • zweimal wöchentlich Telefonzeiten für Beratung, Materialbestellung, Vernetzung (1998/99, 2004 bis heute)
  • begleitete Angehörigengruppe (1999/2000)
  • Erstellung  einer kleinen Broschüre  für Selbsthilfegruppen multipler Menschen (in Kooperation mit zwei bereits bestehenden  Selbsthilfegruppen), 1999
  • Erstellung und Druck von drei weiteren Infobroschüren für multiple Menschen, MedizinerInnen und BeraterInnen/PsychotherapeutInnen (in Kooperation mit VertreterInnen der jeweiligen Zielgruppen), 2002
  • Klinikbefragung: 50 Kliniken mit traumatherapeutischem Angebot wurden mit einem detaillierten Fragebogen angeschrieben und zu Angeboten und Rahmenbedingungen der Therapie befragt (2002, seitdem einige Aktualisierungen)
  • 2003: neue Vernetzungsaktion, mehr als 300 Beratungsstellen und Therapiepraxen bundesweit wurden angeschrieben, um bestehende Therapie- und Beratungsangebote für multiple/dissoziative Menschen in unsere Listen aufnehmen zu können und gleichzeitig die VIELFALT-Arbeit bekannter zu machen
  • Entwicklung des Modelles der Job-PatInnenschaften, um langfristig die kontinuierliche Arbeit des Vereines durch eine bezahlte Personalstelle finanziell zu sichern (2003)
  • 2005: ein rauschendes Fest zum 10-jährigen Jubiläum mit fast allen Gründungsfrauen sowie ehemaligen und derzeitigen Mitgliedern des Arbeitsteams
  • bundesweite Befragung von TherapeutInnen/BeraterInnen zu ihren Erfahrungen in der Begleitung von Opfern organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt (in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie Kassel, 2005, Veröffentlichung der Ergebnisse September 2006)
  • Organisation einer Fortbildung zum Thema "Kinder und Dissoziation" für Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen im Mai 2006 (Referentin: Dipl. Psych. Dagmar Eckers, Berlin), Erstellung eines Verteilers der Kinder- und JugendpsychotherapeutInnen im norddeutschen Raum
  • September 2006: VIELFALT e.V. geht online!
  • November 2006: VIELFALT e.V. präsentiert die Ergebnisse der Befragung (s.o.) auf der ISSD-Tagung in Bad Krozingen
  • Mai 2007: neue Klinikliste auf der Website
  • Dezember 2007: Namensänderung. Der Untertitel "Verein zur Aufklärung über Dissoziation als Überlebensmuster" ist angesichts der vielen neuen Entwicklungen der Psychotraumatologie nicht mehr zeitgemäß. Der Verein heißt nun: VIELFALT e.V., Information zu Trauma und Dissoziation.
  • Februar 2008: Vortrag auf der ISSD-Tagung, Titel: "Von der Patientin zur "aufgeklärten Verbraucherin"? Komplex traumatisierte/dissoziative Menschen und stationäre Traumatherapie."
  • Frühjahr/Sommer 2008: eine Phase der Umstrukturierung und Neubesinnung beginnt. Durch Spenden und Job-PatInnen war es für mehrere Jahre (mit Unterbrechungen) möglich, mit einer Teilzeitstelle die Basis-Arbeit des Vereins kontinuierlich abzusichern. Vielen Dank an Cornelia Müller und alle, die dies ermöglicht haben! Anfang 2008 mussten wir jedoch realisieren, dass wir auf Dauer die Stelle nicht mehr finanziell absichern können. Deshalb wurde die Arbeit umstrukturiert und auf mehrere (überwiegend ehrenamtliche) Schultern verteilt.
  • Juli 2008: das Handbuch Trauma und Dissoziation erscheint bei Pabst Science Publishers. Zwei Frauen des VIELFALT-Arbeitsteams haben als Herausgeberin bzw. Autorin maßgeblich daran Anteil. Die Erfahrungen und Kontakte aus 13 Jahren VIELFALT e.V. sind an vielen Stellen eingeflossen. Inhalt und Bestellung
  • September 2008: Zukunftswerkstatt des neuen VIELFALT-Arbeitsteams, Diskussion unserer Ziele und zukünftiger Projekte des Vereins
  • November 2008: Vortrag auf dem Kongress von Wildwasser Marburg e.V. "Dissoziation und Geschlecht"
  • Februar 2009: Der VIELE-Treff Bremen startet wieder als begleitete Selbsthilfegruppe für Menschen mit Multipler Persönlichkeit, Informationen siehe Flyer. Diese Arbeit wird finanziell unterstützt durch die Selbsthilfeförderung der Stadt Bremen.  
  • seit Mai 2009: umfangreiche Post- und Mail-Aktion zur Erfassung von Beratungs- und Therapieangeboten im deutschsprachigen Raum, Informationen siehe Unterseite Vernetzung   
  • seit Ende Oktober 2009 erhältlich: Viele-Sein. Überlebensstrategie und Alltag. Eine Broschüre für dissoziative/ multiple Menschen und ihre UnterstützerInnen. überarbeitete Neuauflage 2009.
  • November 2009: Vortrag und Infostand auf der Tagung: Rituelle Gewalt: Vom Erkennen zum Handeln in Trier
  • Juni 2010: Infostand auf der Tagung: Rituelle Gewalt -das Unheimliche unter uns- Der Umgang mit ideologisch motivierten Straftaten aus multiprofessioneller Sicht in Münster.

  • Sept. 2010: Mut-Netz - 1. Deutschlandweiter AusstiegsbegleiterInnen-Tag 

    04.09.2010 in Kassel. Organisation: Zentrum für Psychotraumatologie Kassel, in Kooperation mit VIELFALT e.V.,

  • Sept. 2010: Handbuch Rituelle Gewalt Erkennen - Hilfe für Betroffene - Interdisziplinäre Kooperation,  vier "alte" und "neue" Frauen von VIELFALT e.V.  haben als Herausgeberin bzw. Autorinnen maßgeblich daran Anteil. Flyer mit Inhaltsverzeichnis

  • im November 2010 neue Informationsmaterialien fertiggestellt: die Broschüre für Angehörige und das Faltblatt für Mediziner/innen
  • Herbst 2010: Teilnahme an zwei ExpertInnengesprächen im Bundesfamilienministerium und mit Dr. Christine Bergmann, Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs,  Fortbildung zu Organisierter/Ritueller Gewalt für die MitarbeiterInnen der Hotline. Ergebnisse dieser Gespräche sind in den Abschlussbericht der Beauftragten eingeflossen (www.beauftragte-missbrauch.de)
  • Juni 2011: Mitgestaltung des Symposiums "Organisierte Gewalt", Tagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
  • November 2011: Vortrag "Vom Wir zum Ich - Wege der Integration bei Menschen mit Dissoziativer Identitätsstruktur",  Teile-Therapie-Tagung, 4. Weltkongress Ego-State Therapie in Heidelberg Download Vortrag

Wir haben noch viele Ideen und Pläne!

Um sie zu verwirklichen und weiterhin gewaltbetroffene Menschen unterstützen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung!


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